Lob und Kritik: Mitarbeiter wünschen sich mehr Feedback zu ihren Leistungen

von Rundstedt Umfrage zeigt: Arbeitnehmer wollen mehr gelobt werden / Chefs holen kaum Rückmeldungen zu ihrem Führungsstil ein

Düsseldorf, 29. Juni 2015 – Um sich im Job weiterentwickeln zu können, ist jeder auf Feedback angewiesen – im Arbeitsalltag oder bei regelmäßigen Personalgesprächen. In deutschen Unternehmen findet das jedoch viel zu selten statt. Nur 37 Prozent der Arbeitnehmer sind der Meinung, ausreichend Feedback von ihren Vorgesetzten zu erhalten. Vier von zehn Berufstätigen wünschen sich darüber hinaus mehr Lob vom Chef. Das ergab Talents & Trends, eine Umfrage der Talent- und Karriereberatung von Rundstedt unter mehr als 600 Berufstätigen.

Führungskräfte bitten selten um Feedback

Gleichzeitig mangelt es an Kritikbereitschaft seitens der Führungskräfte: Nur jeder fünfte Befragte gibt an, dass sich Vorgesetzte Feedback zu ihren Leistungen und ihrem Führungsstil bei ihnen einholen. Hier unterscheiden sich die Erfahrungen von männlichen und weiblichen Arbeitnehmern: Während 28 Prozent der Männer von ihren Chefs um Rückmeldung gebeten werden, sind es bei den Frauen lediglich 18 Prozent.

Gen Y möchte mehr Lob vom Chef

Beim Thema Loben zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den Altersgruppen: Fast jeder zweite der 18-34 Jährigen wünscht sich mehr Lob im Arbeitsalltag, dem Vorgesetzten fallen ihre guten Leistungen offenbar nicht auf. Bei den 50-69 Jährigen trifft dies hingegen nur auf jeden Dritten zu. Was die Häufigkeit von Kritik angeht, sind alle Altersgruppen jedoch weitestgehend zufrieden: Nur rund ein Fünftel aller Befragten ist der Meinung, dass das Betriebsklima unter zu häufiger Kritik leidet und man selten das Gefühl hat, etwas richtig zu machen.

Offenes Feedback für die Karriereentwicklung

„Um die eigene Karriere aktiv mitzugestalten und Stärken sowie Entwicklungspotenziale zu identifizieren, ist ein Austausch mit Kollegen und Vorgesetzten zu Leistungen, Erwartungen und Zielen wichtig“, sagt Sophia von Rundstedt, CEO der gleichnamigen Talent- und Karriereberatung. „Leben Unternehmen eine offene Feedbackkultur, sind sie innovativer und als Arbeitgeber attraktiver. Mitarbeiter fühlen sich ernst genommen, wenn sie regelmäßig Lob und konstruktive Kritik erhalten, diese aber auch gegenüber dem Chef aussprechen können. Grundlage hierfür ist eine Lernkultur, die einen konstruktiven Umgang mit Fehlern bedingt, statt eines Angstklimas.“

Die Ergebnisse im Detail

Frage: Wie bewerten Sie die Feedbackkultur – sowohl bezüglich Lob als auch Kritik – in Ihrem Unternehmen?

  • 41 Prozent der Berufstätigen empfinden das Feedback ihres Vorgesetzten meist konstruktiv.
  • Ebenfalls rund 41 Prozent haben das Gefühl, dass ihre guten Leistungen gar nicht auffallen und wünschen sich mehr Lob. 
  • 37 Prozent erhalten nur selten Feedback zu ihrer Arbeit, wünschen sich aber mehr Rückmeldung.
  • Gleichzeitig sind 37 Prozent der Meinung, ausreichend Feedback zu erhalten – im Arbeitsalltag und / oder bei regelmäßigen Personalgesprächen.
  • 32 Prozent geben an, dass alle Kollegen ausgewogen Lob und Kritik vom Vorgesetzten erhalten.
  • 30 Prozent geben an, von ihrem Vorgesetzten viel gelobt zu werden, was sie bei der Arbeit motiviert.
  • 23 Prozent haben einen Vorgesetzten, der sich Feedback zu seinen Leistungen und seinem Führungsstil bei ihnen abholt.
  • 21 Prozent sind der Ansicht, dass ihr Betriebsklima unter häufiger Kritik leidet. Sie haben nur selten das Gefühl, etwas richtig zu machen.
  • Rund 20 Prozent wissen oft nicht, was ihr Vorgesetzter ihnen mit seinem Feedback sagen möchte.
  • 19 Prozent haben das Gefühl, dass ihr Vorgesetzter immer dieselben Mitarbeiter lobt bzw. kritisiert.

n= 615 (Berufstätige in Voll- und Teilzeit)

Über von Rundstedt

von Rundstedt zählt zu den führenden Experten in der Talent- und Karriereberatung. Seit drei Jahrzehnten berät von Rundstedt Unternehmen und Einzelpersonen bei beruflichen Veränderungsprozessen und der Karriereentwicklung. Unternehmen schätzen dabei den systematischen und methodisch strukturierten Beratungsansatz bei der Suche, Auswahl, Entwicklung und Bindung von Talenten ebenso wie bei der Trennung und Neuorientierung von Mitarbeitern. Fach- und Führungskräfte vertrauen auf die langjährige Erfahrung im Karriere- und Veränderungsmanagement.

Als Familienunternehmen fühlt sich von Rundstedt seinen Klienten und Mitarbeitern in besonderem Maße verpflichtet. Loyalität, Engagement, Ehrlichkeit und Verantwortungsbewusstsein sind wesentliche Pfeiler der Unternehmenskultur. von Rundstedt beschäftigt rund 300 Mitarbeiter an 18 Standorten in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Hauptsitz ist Düsseldorf. Zur Gruppe zählen die v. Rundstedt & Partner GmbH, die von Rundstedt Executive Search GmbH, die Rundstedt Transfer GmbH sowie die von Rundstedt & Partner Schweiz AG. von Rundstedt ist Gründungsmitglied der Career Star Group sowie von EXS Executive Search.