Talents & Trends-Umfrage zeigt die Top 10-Leistungsanreize für deutsche Arbeitnehmer

Nicht materielle Werte wie Flexibilität, Eigenverantwortung und der Freizeitausgleich rücken in den Vordergrund / Status-Symbole wie Laptop und Smartphone bilden Schlusslicht / Unternehmen sollten Anreize individueller auf Talente abstimmen 

Düsseldorf, 22. Mai 2013 – Der Bonus ist Jobmotivator Nr. 1: Ein Viertel (25 Prozent) der deutschen Arbeitnehmer lassen sich von einer Sondervergütung am stärksten zu mehr Leistung anspornen. Das ergab die repräsentative Umfrage „Talents & Trends“ der Personalberatungsgesellschaft von Rundstedt. Aber: Direkt dahinter folgt die flexible, eigenverantwortliche Arbeitsplanung – also Privilegien wie Home-Office oder die freie Zeiteinteilung. Dieser Anreiz ist für fast jeden fünften Arbeitnehmer (19 Prozent) am wichtigsten. Auf Rang 3 im Ranking stehen mit zwölf Prozent zusätzliche Urlaubstage.  

Die in die Top-3 gewählten Leistungsanreize zeigen, dass den Befragten zwar nach wie vor materielle Privilegien sehr wichtig sind. Eigenverantwortung, Flexibilität und auch der Freizeitausgleich genießen jedoch einen sehr hohen Stellenwert.

Status-Symbole bilden dagegen eher das Schlusslicht. Beispielsweise ist der Dienstwagen lediglich für sieben Prozent der Befragten der wichtigste Motivator. Laptop, Smartphone und Tablet-PC schneiden mit drei Prozent Zustimmung am schlechtesten ab. Weniger geläufige Privilegien wie Sabbaticals, die Möglichkeit, sich Projekte weitestgehend selbst auszusuchen, oder Beteiligungen am Unternehmen sind dagegen gefragter (5 Prozent, 9 Prozent, 12 Prozent).

Leistungsanreize gezielt zur Mitarbeiterbindung nutzen

Sophia von Rundstedt

Demografischer Wandel, Wertewandel, Globalisierung und technischer Fortschritt krempeln die Arbeitswelt von heute immer stärker um. Eine Folge: Talente werden für Unternehmen zunehmend zu einer knappen Ressource, die es gilt, langfristig an sich zu binden. Nnicht materielle Anreize nehmen eine immer wichtigere Rolle ein. Gerade die nachwachsende Generation – die Gen Y – verlagert ihre Karriereschwerpunkte, sucht nach Ausgleich zwischen Privatem und Beruflichem sowie nach Selbstverwirklichung“, so Sophia von Rundstedt, geschäftsführende Gesellschafterin. „Diesen Trend sollten Unternehmen frühzeitig erkennen und entsprechend ihr Anreizsystem adaptieren, um Talente für sich zu gewinnen.“

Geschlechterspezifische Unterschiede: Männer setzen eher auf Beteiligungen

So unterschiedlich die einzelnen Leistungsanreize sind, so individuell sind auch die Erwartungen der Arbeitnehmer. Laut Umfrage ist Männern beispielsweise die Möglichkeit einer Unternehmensbeteiligung wichtiger als Frauen. Während dies 15 Prozent der befragten Männer auf Platz 1 gewählt haben, entschieden sich nur acht Prozent der Frauen für dieses Privileg. Anders sieht es aus bei der flexiblen und eigenverantwortlichen Arbeitsplanung. Dies wählten 23 Prozent der Frauen auf Rang 1, bei den Männern lediglich 15 Prozent.

„Ob Frau oder Mann, Young Professional oder langjähriger Mitarbeiter – jedes Talent im Unternehmen empfindet je nach persönlichen Bedürfnissen und der aktuellen Lebensphase Privilegien unterschiedlich“, sagt Sophia von Rundstedt. „Entsprechend sollten sich Arbeitgeber ganz genau für ihre Talente interessieren. Befindet sich der derjenige in Familienplanung? Besteht bereits Elternschaft? Muss zuhause ein Angehöriger gepflegt werden? Auf solche Lebensphasen gezielt einzugehen, trägt maßgeblich dazu bei, Talente langfristig an sich zu binden.“

Die Ergebnisse im Detail

Frage: Stellen Sie sich vor, Sie würden erfolgreich Karriere machen. Neben Ihrem Gehalt erhalten Sie von Ihrem Arbeitgeber Privilegien / Entlohnungen. Welche der folgenden Privilegien würde Sie insbesondere motivieren?

Das Ergebnis:

  1. Leistungsbezogene Boni: 25 %
  2. Flexible, eigenverantwortliche Arbeitsplanung (z. B. freie Zeiteinteilung, Home-Office): 19 %
  3. Extra Urlaubstage: 12 %
  4. Beteiligungen am Unternehmen (z. B. als Partner, mit Aktienpaketen): 12%
  5. Die Möglichkeit sich Projekte / Tätigkeiten weitgehend selbst auszusuchen: 9 %
  6.  Dienstwagen: 7 %
  7. Die Möglichkeit für Auszeiten, so genannte Sabbaticals: 5 %
  8. Spezialisierte Fort-, Weiterbildungen oder Coachings: 4 %
  9. Ein eigenes Büro: 4 %
  10. Laptop, Tablet-PC, Mobiltelefon (auch zur privaten Nutzung, Gebühren übernimmt der Arbeitgeber): 3 %

n=732 (Berufstätige in Voll- und Teilzeit)

Über von Rundstedt

von Rundstedt zählt zu den führenden Experten in der Talent- und Karriereberatung. Seit rund drei Jahrzehnten berät von Rundstedt Unternehmen und Einzelpersonen bei beruflichen Veränderungsprozessen und der Karriereentwicklung. Unternehmen schätzen dabei den systematischen und methodisch strukturierten Beratungsansatz bei der Suche, Auswahl, Entwicklung und Bindung von Talenten ebenso wie bei der Trennung und Neuorientierung von Mitarbeitern. Fach- und Führungskräfte vertrauen auf die langjährige Erfahrung im Karriere- und Veränderungsmanagement.

Als Familienunternehmen fühlt sich von Rundstedt seinen Klienten und Mitarbeitern in besonderem Maße verpflichtet. Loyalität, Engagement, Ehrlichkeit und Verantwortungsbewusstsein sind wesentliche Pfeiler der Unternehmenskultur.

von Rundstedt beschäftigt rund 300 Mitarbeiter an 20 Standorten in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Hauptsitz ist Düsseldorf. Zur Gruppe zählen die v. Rundstedt & Partner GmbH, die von Rundstedt Executive Search GmbH, die Rundstedt Transfer GmbH sowie die von Rundstedt & Partner Schweiz AG. von Rundstedt ist Gründungsmitglied der Career Star Group sowie von EXS Executive Search.