Vollgas im Job: Junger Generation bleibt wenig Zeit für Pausen

von Rundstedt-Umfrage zeigt: Nach Feierabend fällt es vielen Berufstätigen schwer, abzuschalten / Besonders bei hoher Arbeitsbelastung wird auf Pausen verzichtet / Junge Berufstätige legen Wert auf flexible Gestaltung der Arbeitszeiten

Düsseldorf, 6. November 2014 – Pausen im Job und ein erholsamer Feierabend sind wichtig, um Überlastungen vorzubeugen. Doch häufig kommen die benötigten Ruhephasen zu kurz: Knapp jeder dritte Deutsche (28%) hat so viel zu tun, dass keine Zeit für Pausen während der Arbeitszeit bleibt. Auch nach Feierabend lässt viele die Arbeit nicht los. Die Folge: 26 Prozent können nur schwer abschalten. Besonders in stressigen Phasen finden 44 Prozent der Arbeitnehmer nach Feierabend keine Ruhe vom Job. Das ergab die repräsentative Umfrage Talents & Trends der Talent- und Karriereberatung von Rundstedt unter rund 700 Berufstätigen.

Ypsiloner haben viel auf der Agenda

Vor allem die jüngeren Arbeitnehmer sind nach dem Feierabend gedanklich noch in der Firma: Jeder zweite der 18-29-Jährigen gibt an, in stressigen Zeiten nicht abschalten zu können (50%). 19 Prozent sagen außerdem, dass sie sich abends noch Arbeit mit nach Hause nehmen. Bei den älteren Arbeitnehmern sind es im Vergleich nur 13 Prozent. Die junge Generation ist es auch, bei der Pausen in stressigen Zeiten auf der Strecke bleiben (56% der 18-29-Jährigen vs. 47% der 50-69-Jährigen).

Der Ruf der Generation Y, eher freizeitorientiert zu sein, kann von Talents & Trends also nicht bestätigt werden. Jungen Arbeitnehmern scheint es aber wichtig, ihre Arbeitszeiten flexibel gestalten zu können. Laut Talents & Trends verzichtet jeder Vierte der 18-29-Jährigen auf Pausen während der Arbeitszeit und geht stattdessen lieber früher in den Feierabend. Bei den 50-69-Jährigen sind es hingegen lediglich 14 Prozent.

Grafik Talents & Trends

Gemeinsame Verantwortung für die Gesundheit

Sophia von Rundstedt

„Die Lebensarbeitszeit umfasst heute rund 45 Jahre. Da sind Erholungsphasen wichtig, um gesund und leistungsfähig zu bleiben. Gezielte Auszeiten sind dafür unerlässlich“, sagt Sophia von Rundstedt, geschäftsführende Gesellschafterin bei von Rundstedt. „Mitarbeiter müssen für ihre Gesundheit Verantwortung übernehmen, um so einer Überlastung vorzubeugen. Dazu gehört, sich gezielt Auszeiten zu nehmen und zum Beispiel das Firmenhandy nach Dienstschluss auszustellen. Aber auch die Unternehmen sind verantwortlich für die Gesundheit ihrer Mitarbeiter. Führungskräfte sollten die Kapazitäten ihrer Teams regelmäßg im Auge behalten und entsprechend der Auslastung Projekte und Prioritäten anpassen.“

Die Ergebnisse im Detail

Frage: Können Sie Pausen und den Feierabend nutzen, um sich vom Job zu erholen?

  • 51 Prozent der Arbeitnehmer ist ihr Feierabend heilig. Sie nutzen ihn gezielt, um sich von der Arbeit zu erholen.
  • 48 Prozent versuchen genügend Pausen im Job zu machen. Wenn viel zu tun ist, bleibt die Pause jedoch manchmal auf der Strecke. Bei den 18-29-Jährigen geben dies 56 Prozent an, während es bei den 50-69-Jährigen im Vergleich 47 Prozent sind
  • 44 Prozent der Deutschen können in stressigen Phasen auch nach Feierabend nicht abschalten. Bei den jungen Arbeitnehmern (18-29 Jahre) sind es sogar 50 Prozent, bei den älteren (50-69 Jahre) 45 Prozent
  • 40 Prozent der befragten Arbeitnehmer geben an, dass sie sich immer Zeit für ihre Pause nehmen
  • 38 Prozent der Deutschen gelingt es leicht, nach der Arbeit abzuschalten
  • 28 Prozent der Befragten geben an, sehr viel zu tun zu haben. Für Pausen bleibe ihnen keine Zeit
  • Nach Feierabend können 26 Prozent der Arbeitnehmer nur schwer abschalten. Ihr Kopf ist voll mit Arbeit.
  • 20 Prozent geben an, keine Pausen zu machen. Stattdessen gehen sie lieber früher in den Feierabend. Der jungen Arbeitnehmergeneration ist dies wichtiger, als der älteren (26% der 18-29-Jährigen vs. 14% der 50-69-Jährigen)
  • 17 Prozent haben meist so viel zu tun, dass sie sich abends noch Arbeit mit nachhause nehmen. Für Abschalten bleibt da keine Zeit. Von den 18-29-Jährigen geben dies 19 Prozent an, bei den 50-69-Jährigen sind es lediglich 13 Prozent

n= 665 (Berufstätige in Voll- und Teilzeit)

Über von Rundstedt

von Rundstedt zählt zu den führenden Experten in der Talent- und Karriereberatung. Seit rund drei Jahrzehnten berät von Rundstedt Unternehmen und Einzelpersonen bei beruflichen Veränderungsprozessen und der Karriereentwicklung. Unternehmen schätzen dabei den systematischen und methodisch strukturierten Beratungsansatz bei der Suche, Auswahl, Entwicklung und Bindung von Talenten ebenso wie bei der Trennung und Neuorientierung von Mitarbeitern. Fach- und Führungskräfte vertrauen auf die langjährige Erfahrung im Karriere- und Veränderungsmanagement.

Als Familienunternehmen fühlt sich von Rundstedt seinen Klienten und Mitarbeitern in besonderem Maße verpflichtet. Loyalität, Engagement, Ehrlichkeit und Verantwortungsbewusstsein sind wesentliche Pfeiler der Unternehmenskultur. von Rundstedt beschäftigt rund 300 Mitarbeiter an16 Standorten in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Hauptsitz ist Düsseldorf. Zur Gruppe zählen die v. Rundstedt & Partner GmbH, die von Rundstedt Executive Search GmbH, die Rundstedt Transfer GmbH sowie die von Rundstedt & Partner Schweiz AG. von Rundstedt ist Gründungsmitglied der Career Star Group sowie von EXS Executive Search.