WARUM OUTPLACEMENT SICH ALS ALTERNATIVE ZUR KÜNDIGUNG AUSZAHLT

Sich von Mitarbeitern zu trennen heißt heutzutage nicht mehr in jedem Fall „kündigen“. Stattdessen unterstützen Arbeitgeber Mitarbeiter dabei, eine neue berufliche Zukunft zu finden: mit Outplacement. Dadurch können Unternehmen auch ohne Kündigung ihre Personalabbauziele erreichen und gleichzeitig ihrer sozialen Verantwortung gerecht werden.

PERSONALABBAU OHNE KÜNDIGUNG

Wenn Unternehmen gezwungen sind, Kosten zu senken und die Mitarbeiterzahl zu reduzieren, stoßen sie oft an Grenzen. Einfache Möglichkeiten, wie ein Personalabbau durch natürliche Fluktuation, Vorruhestand oder Altersteilzeit, sind oft schnell ausgeschöpft. Auch Kündigungen sind oft keine Lösung, weil sie entweder nicht zum "Stil des Hauses" passen oder Unternehmen sich vor den negativen Folgen für die Motivation der Mitarbeiter fürchten. Oftmals lässt das Gesetz Kündigungen auch gar nicht zu.

Unser Tipp: Eine Kündigung muss die gesetzlichen Anforderungen erfüllen, um wirksam zu sein. Wir haben für Sie zusammengefasst, welche Kündigungsgründe zulässig sind und welche Kündigungsarten wann zum Tragen kommen.
> Zum Leitfaden "Kündigungsarten und Kündigungsgründe kompakt"

Gut, dass es eine Alternative zur klassischen Kündigung gibt: Outplacement. Die Outplacement-Beratung kann grundsätzlich auf verschiedenen Wegen vereinbart werden. Wenn Unternehmen eine Kündigung vermeiden wollen, können Arbeitgeber und Arbeitnehmer Outplacement in einem Aufhebungsvertrag vereinbaren. Im Falle einer Kündigung ist eine nachfolgende Vereinbarung möglich.

Eine Entlassung via Outplacement ist auch für Mitarbeiter eine echte Alternative: die Unterstützung durch den Outplacement-Berater verspricht Sicherheit und die Aussicht auf einen anderen Job oder eine neue Perspektive ist häufig attraktiver als der Verbleib im Unternehmen. Insbesondere wenn ansonsten die Kündigung droht – ohne ein entsprechendes Unterstützungsangebot.

OUTPLACEMENT STATT KÜNDIGUNG: VORTEILE FÜR UNTERNEHMEN

Outplacement hat gegenüber einer ordentlichen Kündigung eine ganze Reihe von Vorteilen:

  • Sie vermeiden betriebsbedingte Kündigungen und Rechtsstreitigkeiten.
  • Das positive Image Ihres Unternehmens in der Öffentlichkeit wird geschützt.
  • Restlaufzeiten von Arbeitsverträgen werden verkürzt.
  • Die Abfindungskosten werden reduziert.
  • Sie sparen Gehalts- und Personalnebenkosten.
  • Ihre Mitarbeiter werden in der schwierigen Trennungssituation „aufgefangen“.
  • Ihre Mitarbeiter finden doppelt so schnell einen neuen Job als ohne Outplacement.
  • Die Motivation der verbleibenden Mitarbeiter bleibt erhalten.

VORSICHT ABFINDUNGSFALLE!

Outplacement wird meist bei der Trennung von Arbeitgeber und -nehmer als Teil eines Aufhebungsvertrags, der das bestehende Arbeitsverhältnis im gegenseitigen Einverständnis beendet, vereinbart und vom Arbeitgeber finanziert. Die angebotene und vereinbarte Abfindung, eine sofortige Freistellung sowie die Beratung zur beruflichen Neuorientierung stellen für den Arbeitnehmer Anreize dar, in den Vertrag einzuwilligen.

Unser Tipp: Lernen Sie, worauf es bei der Gestaltung von Aufhebungsverträgen ankommt.
> Zum Leitfaden "7 Praxistipps für die Gestaltung von Aufhebungsverträgen"

Immer wieder tappen Unternehmen jedoch in die Abfindungsfalle. Denn eine hohe Abfindungszahlung täuscht für beide Parteien eine elegante Lösung vor, die ihre Tücken hat:

Der Mitarbeiter hat noch keinen neuen Job, benötigt diesen aber dringend. Eine hohe Abfindung wiegt ihn nun in trügerischer Sicherheit. Denn irgendwann ist der Betrag aufgebraucht, und wer sich nach der Trennung nicht sofort um einen neuen Job bemüht, wird feststellen, dass die berufliche Neuorientierung mit jedem Monat zusätzlicher Beschäftigungslosigkeit schwieriger wird. Mit Outplacement bieten Sie dem Mitarbeiter professionelle Unterstützung bei der Jobsuche an. Das ist für den Mitarbeiter in der Regel wertvoller als ein paar Tausend Euro mehr Abfindung.

Hat aber der Mitarbeiter bereits eine neue Position, dann bedeutet eine hohe Abfindung für Sie als Unternehmen hohe Kosten. Wir empfehlen Unternehmen die Abfindung möglichst gering zu halten und stattdessen eine Outplacement-Beratung anzubieten. Mit Hilfe einer Outplacement-Beratung wird die Suchdauer nach einer neuen Anstellung halbiert, sodass die betroffenen Mitarbeiter im Idealfall noch vor Auslaufen eines verlängerten Arbeitsvertrages eine neue Tätigkeit finden.

Unser Tipp: Die frühzeitige Aufnahme einer Outplacement-Beratung kann zu einer Kostenersparnis im Trennungsprozess führen. Wie genau zeigen wir anhand eines Rechenbeispiels.
> Zum Fachartikel "Outplacement: Warum sich die Kosten rechnen und wie Sie sogar Kosten sparen"

MIT OUTPLACEMENT SOZIALE VERANTWORTUNG ÜBERNEHMEN

Mit einer Outplacement-Beratung als Lösungskomponente im Aufhebungsvertrag zeigen Sie sowohl dem verbleibenden Personal sowie potenziellen zukünftigen Mitarbeitern, dass Sie auch scheidenden Mitarbeitern eine neue berufliche Perspektive eröffnen. Sie signalisieren, dass es in erster Linie nicht auf die materielle Versorgung der Mitarbeiter ankommt, sondern darauf, dass sie möglichst schnell wieder eine neue Aufgabe finden. Zusätzlich sparen Sie Gehalts- und Personalnebenkosten, mit denen Sie die Outplacement-Beratung finanzieren können.

Unser Tipp: Lernen Sie, welche fünf Kardinalfehler Sie im Outplacement unbedingt vermeiden sollten. 
> Zum Leitfaden "Dos and Don'ts im Outplacement"

Als Sprachrohr der Belegschaft ist auch der Betriebsrat an Konzepten interessiert, die den Abbau möglichst sozialverträglich gestalten und die Chancen der betroffenen Mitarbeiter auf dem Arbeitsmarkt verbessern. Immer mehr Betriebsräte erkennen, dass die rein monetäre Abfindung in der heutigen Zeit weniger wiegt als die professionelle Beratung für die berufliche Neuorientierung und sind für Outplacement-Lösungen sehr aufgeschlossen. Damit der Betriebsrat den notwendigen Personalabbau positiv begleitet, ist es wichtig, dass Sie ihn frühzeitig in den Prozess einbinden.

Unser Tipp: Wie Sie den Betriebsrat korrekt in den Personalabbau einbinden und die Beteiligungsrechte wahren, verraten wir Ihnen in unserem kostenfreien Leitfaden.
> Zum Leitfaden "So holen Sie den Betriebsrat ins Boot"

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