Am 11. Dezember 2025 feiert das Unternehmen von Rundstedt seinen 40. Geburtstag. Die ersten 25 Jahre der Unternehmensgeschichte hat vor allem Eberhard von Rundstedt als Gründer und Vorsitzender der Geschäftsführung geprägt. Anlässlich der Übergabe der Geschäftsführung an seine Tochter Sophia von Rundstedt hat er seine Erinnerungen an die Gründungszeit in „Ein Credo für Veränderung“ niedergeschrieben. Darin wird deutlich, warum wir bei von Rundstedt auch heute möchten, dass Menschen berufliche Veränderungen als persönliche Chancen erleben, aus denen man etwas Wunderbares machen kann.
Eberhard von Rundstedt: „Bevor ich mich selbständig gemacht habe, war meine letzte Stelle bei der Ruhrkohle AG. Durch den frühzeitigen Tod meines Chefs kam es zu einem personellen Wechsel und mein neuer Chef sagte mir ganz deutlich: „In meiner Personalplanung kommen Sie nicht vor.“ Ich war für den Verkauf zuständig und von Hause aus Anwalt. Was sollte ich tun? […] Wie so oft gehört dann eine Portion Glück dazu: Im Anschluss an meine Stelle bei der Feldmühle war ich kurz anwaltlich tätig. Und im Rahmen dieser Tätigkeit bat mich ein Bekannter um anwaltlichen Rat. Er berichtete mir von einem Amerikaner und einem Franzosen, die in Deutschland ein Unternehmen gründen wollten. Die machen so was wie HR Counseling. Und ich dachte, na toll, das ist doch so etwas wie Headhunting.
Das Gegenteil war der Fall. Das war im Herbst 1985. Wir prüften dann für den Mandanten, ob so eine Tätigkeit überhaupt in Deutschland erlaubt sei. Ich sprach mit einem Arbeitsrechtler, der einen ganzen Ordner voll mit Material zum Thema Outplacement gesammelt hatte. Und ich berichtete an den Amerikaner und den Franzosen, dass der Start eines solchen Unternehmens in Deutschland gar kein Problem sei. Alles, was sie bräuchten, sei ein Geschäftsführer und sie könnten eine GmbH gründen.
Die beiden entgegneten, dass genau dies ihr Problem sei, sie hätten zwar schon einen Geschäftsführer, aber der wüsste es noch nicht. „Und wenn Sie uns ausreden lassen würden“, sagte der Amerikaner, „könnten wir Ihnen auch sagen, wer es ist.“ In diesem Moment wusste ich es und ich fuhr nach Hause, um eine Nacht über die ganze Angelegenheit zu schlafen. Ich ließ meiner Frau einen dunkelbraunen Prospekt über DBM auf ihrem Nachttisch und bat sie, alles darüber zu lesen, wie man Menschen in einen neuen Job hilft. Am nächsten Tag ließ sie mir einen Zettel auf dem Prospekt mit der Aufschrift „Finde ich toll“. Im Anschluss sprach ich mit einem Arbeitsrechtler und einem Personaler, was sie von der Idee hielten und ich entschied mich, es zu versuchen.
Einer der Erfolgsfaktoren von Eberhard von Rundstedt war sein großes Interesse für Menschen, das ihm bereits durch seine Mutter in die Wiege gelegt wurde:
„Meine Mutter, Dr. Editha von Rundstedt, hielt in unserem kleinen, familiären Wohnzimmer, das gleichzeitig ihr Schlafzimmer war, in der Nachkriegszeit für Freunde und Bekannte Beratungen ab. Sie war Witwe, promovierte Volkswirtin, passionierte Berufsberaterin und vor dem Zweiten Weltkrieg geschätzte Leiterin eines Arbeitsamtes.“
Meine drei Geschwister und ich durften nicht stören, wenn sie jungen Menschen half, sich darüber im Klaren zu werden:
„Was will ich? Was kann ich? Wo fühle ich mich wohl?“, erinnert sich Eberhard von Rundstedt in seinem „Credo“ weiter.
Drei Fragen, die bis heute – ergänzt durch „Was brauchen Unternehmen? Was ist auf dem Arbeitsmarkt gefragt?“ immer noch den Kern der Beratung zur beruflichen Neuorientierung bilden.
Über den Gründer
Gründer & Mitglied des Beirats
Eberhard von Rundstedt, geboren 1940, hat das Beratungsunternehmen 1985 gegründet und zählt damit in Deutschland zu den Pionieren im Outplacement. Er hat die Beratung für berufliche Neuorientierung in Deutschland bekannt und sein Unternehmen zum Marktführer in diesem Segment gemacht. Vor der Gründung war der Jurist in leitender Funktion für namhafte nationale und internationale Unternehmen, unter anderem für Arthur Young, die MAN AG, die Ruhrgas AG und Feldmühle AG tätig. 2011 übergab er die Geschäftsführung an seine Tochter Sophia von Rundstedt, die das Unternehmen als CEO gemeinsam mit Co-Geschäftsführer Christian Summa leitet. Seine große Expertise und Erfahrung als Unternehmer hat er viele weitere Jahre in den Beirat des von ihm gegründeten Unternehmens eingebracht. Bis heute ist er dem Unternehmen als Gesellschafter verbunden.